InfarctCare

Differenzierte Analyse der Versorgungsqualität bei akutem Herzinfarkt

Intelligente Herzinfarkt-Versorgung

Das hohe Risikoprofil der alternden Bevölkerung führt zu steigenden Belastungen durch kardiovaskuläre Krankheitsbilder. In Thüringen liegt die Herzinfarktmortalität mit 23.1 % über dem Bundesdurchschnitt. Außerdem zeigen Analysen des Thüringer Infarktnetzwerks, dass PatientInnen in strukturschwachen Regionen signifikant schlechter und später als in städtischen Regionen behandelt werden.

Um die regionale Versorgungsqualität bei akuten Herzinfarkten zu optimieren, entwickelt das Projekt InfarctCare ein intelligentes Daten- und Qualitätsmanagement, das den gesamten Behandlungsablauf vom Eingang eines Notrufs bis zur Krankenhausentlassung elektronisch erfasst. In diesem Zusammenhang sollen unter anderem Interoperabilität zwischen klinischen Versorgungsstrukturen hergestellt werden sowie automatisierte Verfahren für Plausibilitäts- und Fehlerprüfungen konzipiert werden. Das elektronische Daten- und Qualitätsmanagement dient dazu, die bestehende klinische Prozess- und Strukturqualität zu evaluieren und konkrete Strategien zur Verbesserung der Versorgung in strukturschwachen Regionen abzuleiten.

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr. Christian Schulze
Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Jena
https://www.uniklinikum-jena.de/